PARX: Integration von Drittsystemen

Integration von Drittsystemen durchgängige Prozesse

Die Integration von Drittsystemen in Salesforce ist meist nicht nur hilfreich sondern geschäftliche Notwendigkeit. Die verschiedenen Komponenten der IT-Infrastruktur müssen miteinander kommunizieren können, ohne dass Daten verloren gehen. Dies ist eine Voraussetzung für ein erfolgreich funktionierendes CRM-System. Für den Vertriebserfolg ist ein nahtloser Datenaustausch mit Unternehmensdatenbanken, ERP-Systemen und anderen zentralen Quellen mit Kundeninformationen erforderlich. Im folgenden zeigen wir die wichtigsten Punkte auf, die bei einer Integration eines Drittsystems (beispielsweise SAP, Oracle, Microsoft, Sage, Abacus, ProConcept) in Salesforce zu berücksichtigen sind.

Die folgenden drei Bereiche sind zu definieren:

Daten und Felder

Basierend auf den gewünschten Integrationsprozessen sind die Datenobjekte und Felder zu bestimmen, die miteinander verbunden werden sollen. Beispiel: In Salesforce soll der Account-Name mit der SAP Accountbezeichnung verbunden werden.

Mögliche und in der Praxis häufige Daten, die ausgetauscht werden, sind:

  • Account-Stammdaten
  • Opportunities
  • Produkte mit Preislisten
  • Historische Bestellungen
  • Zahlungsinformationen
  • Maschinen / Geräte-Lieferungen
  • usw.

Drittsystem-Integration

Aufgaben

  • Müssen die Daten beim Austausch umgewandelt oder validiert werden?
  • Ist eine Business-Logik auszuführen, wie z. B. Alerts oder Workflows?

Timing

  • In welcher Häufigkeit sind die Daten zwischen den Systemen auszutauschen?
    In «real-time», mehrmals täglich, einmal wöchentlich oder manuell bei Bedarf ?

Richtung

  • In welche Richtung wird der Austausch stattfinden?
  • Jeweils pro Datenfeld nur eine Richtung oder beide Richtungen?

Integrationstiefe identifizieren

Auf Basis der oben definierten Objekte und Daten kann je nach Anforderung einer der folgenden konzeptionellen Integrationsansätze gewählt werden:

Integrationstiefe

Integration auf Basis der Datenebene

Der physische Austausch der Daten zwischen den Systemen ist der häufigste Ansatz bei der Integration. Beispiel: Ein Firmenaccount soll sowohl in Salesforce wie auch im ERP System vorhanden sein und angezeigt werden. Meist reicht ein periodischer Austausch der Daten, wobei nicht jedes Objekt in der gleichen Häufigkeit ausgetauscht werden muss.

Integration der Applikations-Logik

Aus Salesforce wird eine SAP-Funktion aufgerufen, um Daten in real-time zu erhalten. Ein typisches Beispiel ist eine Kredit-Check-Abfrage während des Bestellvorganges.

Integration der Benutzeroberfläche

Bei diesem Ansatz werden keine Daten zwischen den Systemen ausgetauscht, sondern lediglich Ausschnitte aus SAP innerhalb der Benutzeroberfläche von Salesforce angezeigt. Als Beispiel kann das Anzeigen von pendenten Aufträgen aufgeführt werden.

Wahl des technischen Ansatzes

Aufgrund der Komplexität der Anforderungen soll in einer letzten Phase der technische Ansatz gewählt werden. Wir unterscheiden dabei diese beiden häufig gewählten Grund-Konzepte:

ETL-Ansatz

Der «Extract / Transform / Load» Ansatz basiert auf Listen, die manuell oder automatisch aus dem einen System generiert werden, bei Bedarf in eine andere Form gebracht werden und anschliessend in das andere System geladen werden. Da diese Form der Integration meist eine manuelle Komponente beinhaltet, ist dieser Ansatz nicht für eine grosse Zahl von Verbindungen oder für einen häufigen Austausch geeignet. Trotz dieser Einschränkungen wird dieser Ansatz häufig eingesetzt, da er oft ausreichend und der Implementierungsaufwand zudem überschaubar ist.

System Integration

Für das Verbinden von zwei Systemen kann einerseits ein Dritt-Produkt eingesetzt werden oder eine Point-to-Point Integration gewählt werden:

  • Drittsystem

Dies ist typischerweise ein Enterprise Service Bus oder eine Middleware, welche Daten von beiden Systemen lesen, verarbeiten und in das jeweilig andere System schreiben kann. Die Business-Logik wird in diesem Tool abgebildet, in den zu integrierenden Systemen muss wenig angepasst werden. Im Salesforce-Umfeld existieren Dutzende von Produkten, die eingesetzt werden können.

  • Point-to-point Integration

Wie durch den Namen bereits angedeutet, werden bei diesem Ansatz Daten direkt von einem System zum anderen gesendet. Die Business Logik wird oftmals beim «Calling»-System implementiert. Bei der Direkt-Integration ruft ein System direkt via Netzwerk/Internet das andere System auf. Zum Beisiel ruft Salesforce via HTTP-Request einen bereitgestellten Web Service (SOAP) auf, um beispielsweise einen Auftrag in SAP zu platzieren. Fehlt ein gemeinsames Datentransport-Protokoll, so kann die Umwandlung von einem Proxy-System übernommen werden. Beispielsweise wird ein Salesforce-Datenabruf von einem Proxy in einen RFC/BAPI-Call bei SAP umgewandelt.

PARX kann mit allen Ansätzen der technischen Integration Erfahrung und Referenzen vorweisen.